Maschinentransporte

Maschinentransporte

 

Wird ein Kurierdienst mit einem eiligen Maschinentransport beauftragt, müssen einige Punkte berücksichtigt werden, die etwa bei herkömmlichen Palettentransporten nicht anfallen.

Aus administrativer Sicht geht es hier zuerst einmal um die Erstellung der Frachtpapiere. Je nachdem ist die Deklaration kein Problem, allerdings besteht die Möglichkeit, das sich bereits Betriebsmittel in der Maschine befinden, etwa Schmierfette, Öle oder andere Stoffe, die in der vorliegenden Menge ein Gefahrgut sein können. Dementsprechend muss der Lkw oder der Transporter, mit dem der Eilauftrag durchgeführt wird, für den Gefahrguttransport ausgestattet sein. Ebenso muss der Frachtführer über einen ADR-Lehrgang und den entsprechenden Nachweis verfügen.

 

Bereits in der Maschine befindliche Betriebsmittel dürfen während der Beladung, dem Transport und der Entladung nicht auslaufen oder in andere Maschinenteile hineinlaufen. Das bedeutet oft, dass die Maschine nur unwesentlich geneigt werden darf. Mitunter werden entsprechende Etiketten an der Kiste angebracht, in der die Maschine verpackt ist, mit deren Hilfe festgestellt werden kann, ob die Maschine während des Transports übermäßig geneigt oder gekippt wurde.

Maschinen – immer ein besonders Transportgut

 

Für den Frachtführer des Expressauftrags gilt es, ein besonderes Augenmerk auf den Lastschwerpunkt der Maschine zu haben, denn der muss keineswegs mit dem geometrischen Mittelpunkt der Verpackungskiste übereinstimmen. Bei hohen Gewichten ist dies von Bedeutung, um den Lastschwerpunkt auf der Achse der Ladepritsche zu positionieren.

Dadurch können sich auch in der Ladungssicherung Veränderungen ergeben. Besteht aufgrund der optimalen Lastverteilung keine Möglichkeit, die Maschine formschlüssig zur Stirnwand zu setzen, müssen zusätzliche Verzurrungen angebracht werden. Hier darf der Kurierfahrer keineswegs sparen, denn bei einer Kontrolle durch die Verkehrspolizei kann aufgrund fehlerhafter Befestigung die Weiterfahrt untersagt werden. Immerhin entwickelt etwa eine 500 kg schwere Maschine bei einer Vollbremsung eine Fliehkraft von mehreren Tonnen.

Natürlich muss sichergestellt sein, das am Beladeort wie auch an der Entladestelle entsprechende Hilfsmittel bereitstehen, um die Maschine auf oder von der Ladefläche zu bekommen. Nicht immer ist dies ein Stapler. Mitunter werden gerade im Maschinen- und Anlagenbau die Geräte mittels des Hallenkrans von oben bewegt. Dementsprechend muss der Aufbau des Lkws eine verschiebbare Plane besitzen.

All dies sind Punkte, die bei einem eiligen Maschinentransport genauso berücksichtigt werden müssen, wie bei einer Terminfracht, nur eben in viel kürzerer Zeit.